Mein Arbeitsleben war mit sozial-, bildungs-, und gesellschaftspolitischen Fragestellungen eng verbunden. Es war mir nach meiner mißglückten Schulkarriere und einer längeren orientierungslosen Phase, in der ich auch qualvolle 6 Monate beim Militär verbrachte, zu einem Anliegen geworden, gesellschaftlich sinnvolle und für die Allgemeinheit nutzbringende Tätigkeiten zu machen. Begonnen hat dies bereits im Jahre 1980, als ich, aufgrund meiner Erfahrungen mit dem Bundesheer, zur Arbeitsgemeinschaft für Zivildienst stieß und dort jahrelang als Zivildienstberater an der TU Graz tätig war. Förderer inneralb der Arge brachten mich zur Zeitung der Organsation und ich wurde Redakteur, bei der mittlerweile nicht mehr existierenden Zeitschrift „friedolin“.

Einige Jahre später wurde ich steirischer Koordinator des Volksbegehrens gegen (alle) Abfangjäger. In dieser Zeit fiel auch meine erste abgeschlossene Ausbildung an der Uni Graz, an der ich den medienkundlichen Lehrgang absolvierte. In weiterer Folge begleitete mich, wie man der „Schreiben“ Seite entnehmen kann, die journalistische und schreibende Arbeit als wichtiger Strang meiner Identität.  Nach Abschluss der Ausbildung 1986, einem 4 monatigen Zivildienstes im damaligen „Hirtenkloster“ – als Kompensation für die Truppenübungen, die ich nicht mehr absolvieren wollte – arbeitete ich anschließend für etwa ein Jahr beim ökologisch – alternativ angehauchten Monatsmagazin „Courage“.

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Schließlich wurde ich eingeladen, sich einem ganz neuen und gerade erste gegründeten Verein, der allerdings noch keinerlei Aktivitäten vorzuweisen hatte, anzuschließen, dem Verein ZEBRA. 1987 kam ich zur damals praktisch noch nicht existierenden Organisation und baute sie auf, wurde dessen erster Angestellter, mit dem Wunsch verbunden, dem Verein Leben und Aktivitäten einzuhauchen. Was mir gelungen ist. Ich blieb der Organisation bis zum Jahre 2010 treu, durchlebte schöne (Preisverleihungen), bange (Geldknappheit), gefährliche (Briefbombenalarm) und anstrengende (öffentliche Diskredierungen) Momente. Nach 23 Jahre, die Organisation hatte mittlerweile drei Abteilungen mehrere Büros und beständig über 30 hauptamtlich angestellte Mitarbeiter*innen, dazu dutzende Teilzeitkräfte und hunderte Freiwillige, hatte ich beschlossen, dass es genug sei. Nach so langer Zeit, in einer Organisation an maßgeblicher Stelle (Projektleitung, Chefredaktion und Geschäftsführung) war es für mich 2010 an der Zeit, eine Veränderung vorzunehmen und gegen die innere Pragmatisierung, Betriebsblindheit vorzugehen und mich auch vor Burn Out zu schützen.

Neben dieser ZEBRA Tätigkeit übernahm ich über die Jahre hinweg immer wieder zahlreiche Nebenjobs, die sich zumeist mit Bildungsaktivitäten beschäftigten (Vorträge, Workshops, Seminare). Dieses bereits bestehende Standbein baute ich nach dem Weggang bei ZEBRA weiter aus. Insbesondere die Lehre an der Universität (Graz, Pädagogik und der FH- Joanneum) aber auch an zahlreichen anderen Bildungsanbeitern waren mir dabei ein großes und freudiges Anliegen. Im Jahr 2000 schloß ich eine Ausbildung zum Mediator ab und hatte während der ZEBRA Zeiten Gelegenheit zahlreiche Weiterbildungen machen zu können, sodass ich nach der Ausbildung immer öfter als externer Berater und Coach nach gefragt wurde. Diese Standbeine bildeten die Grundlage für meine neue Existenz.

Nach einer Bildungskarenz, in der ich auch das Master Studium „Interkulturelle Kompetenzen“ abschloss, war ich in den Jahren 2012 – 2014 an der Universität Graz/Inst. f. Bildungs- und Erziehungswissenschaft für das Projekt mig2eb tätig. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Projektkoordinator leitete ich unter anderem eine Forschungswerkstatt, organisierte den Forschungsprozess, die verschiedenen Veranstaltungen im Rahmen des Projektes und die Abschlußtagung, sowie die Herausgabe des Buches. Im September 2014 ergab sich daraus ein Folgeprojekt, das der „Leitlinien für die Erwachsenenbildung in der Migrationsgesellschaft“ mit dem Bifeb – Bundesinstitut für Erwachsenenbildung als verantwortliche Organisation, die in weiterer Folge dazu führte, dass zahlreiche Tagungen, Seminare und Workshops am Bifeb bis zum Jahre 2019 durchgeführt worden sind.

Daneben arbeite ich mit zahlreichen Organisationen und Personen seit vielen Jahren beständig zusammen und werde immer wieder als externer Coach, als Experte in Diversitäts- und Migrationsfragen, aber auch als Moderator, Evaluator von Projekten und Begleiter –etwa bei Umtrukturierungs- oder Zielfindungsprozessen — konsultiert.

Das reichhaltige und vielfältige Portfolie meiner unterschiedlichen langjährigen Expertisen macht es möglich, in vielen Bereichen unterschiedlichen Feldern und Themen zu verknüpfen. Dieses „out of the box Denken“ und die Möglichkeit meine eigenen Erfahrungen in die Coaching Tätigkeit einzubringen, dürften wohl die herausragendsten Fähigkeiten bei meiner Begleitungsarbeit sein.