Restart: g.u.l.i.s.

Seit einigen Wochen dürfen wir wieder uns ganz vorsichtig nähern, die eigenen Mikros wieder in die Ständer stecken und mittels Kabel in die Anlage führen, um die Stimmen zu verstärken. Zuerst noch reinkrächzen, aber mit der Zeit gewinnen wir an Volumen und können uns wieder erinnern, dass wir nicht nur üben müssen, sondern auch uns wieder trauen dürfen.

Seit einigen Wochen dürfen wir wieder in gebührendem Abstand, die Maschinen anwerfen, die Drum Sticks in die Hand nehmen und uns in die Ecke drücken, um dort die Felle zu bewegen, so dass sich alles um uns dreht.

Seit einigen Wochen dürfen wir wieder mit Augenmaß und Hausverstand unsere eigenen Saiten stimmen, die Gitarren mit den Amps verbinden und – ob die dicken oder die dünnen – sie verzerren, sie komprimieren und mit Hall und was es sonst noch alles gibt, versehen.

Seit einiger Zeit wissen wir wieder, wie sehr uns das alles abgegangen ist, ob es proben, live spielen, komponieren, gemeinsam arrangieren, ausprobieren und den richtigen Ton finden, war.

Wie viele andere sind auch wir wieder back und sprühend voller Energie, mit großen Ideen für die Zukunft und die ist, wie immer unvorhersehbar. Aber was wir wissen. Wir freuen uns, Euch zu sehen, Euch unsere neuen Lieder vorzuspielen und stirnrunzelnd, gespannt, heiter und fröhlich sowie nachdenklich, tanzend Euch zu sehen und wenn ihr bei den alten mit singt, dann ist die Welt in Ordnung. Demnächst!

Hannes Ressi, Anton Hüttmayr, Zakk E. Rust, Wolfgang Gulis

g.u.l.i.s.

Akustik Parkside Festival

Samstag, 4 .Juli 2020 15 – 22 Uhr

Oeversee Park, Graz

Gute Neuigkeiten, beste Aussichten. Erstmals findet das Akustik Parkside Festival im Grazer Oeverseepark – organisiert vom Club Wakuum – statt. Mit einen fein ausgetüftelten Präventionskonzept zur Abstandeinhaltung, Hygiene Sicherung und wenn nötig mit Masken, wird das ein Highlight des Musik Sommers.

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Alles steht still, wenn der Virus es will

Konzerte abgesagt, LP Vorbereitungen gestoppt

Die Dramatik der letzten Wochen sickert uns erst langsam ein, für alle jene, die nicht direkt betroffen sind. Das Corona Virus (Covid-19) hat Europa zu einem Ort der Ausnahmen, der Beschränkungen, der Isolation und des Notstandes gemacht. Das, was wir üblicherweise nur aus TV Bildern in anderen Teilen der Welt kennen, spielt sich gerade in unserer Strasse ab. Leere, Stille, Ausgangsbeschränkungen, kaum Autos auf den Strassen, in den Geschäften Menschen mit Mundschutz. Polizei, Militär, Miliz, Securites auf der Strasse vor den Geschäften.

Nautürlich ist es nebensächlich, natürlich gibt es wichtigeres, lebenswichtigeres. Aber das es keine Kunst und Kultur gibt, dass alles still steht bedrückt. Nicht nur wir, die selbst Kunst – Musik produzieren und ein kleiner Teil des Kulturbetriebs sind, es bedrückt uns auch als Menschen und wir merken, wie wichtig uns die sogenannte Nebensache eigentlich ist. Zeigt uns aber auch, wie verkehrt unsere Wertigkeiten sind.

Es steht bei uns alles still, alle Konzerte bis zum Sommer sind abgesagt. Das Mini Acoustic Festival im Seddwell Center, der Lendwirbel und damit auch die Santa Lucia Stage 2020 und alle weiteren Vorhaben – gecancelled. Zum stillhalten verdammt sind wir auch bei dem lustvollen Entwickeln von neuen Songs, beim proben dazu, beim Arrangieren und beim Basteln an Sounds und Stimmen, beim jammen und uns gegenseitig inspirieren. Alles Stopp. Natürlich könnten wir uns in den virtuellen Raum begeben und verhatschte Online Streamings und Konzerte machen, irgendwelche Covers abliefern, um einige von euch zu erheitern oder alte Songs in einer Konferenz spielen – und vielleicht tun wir das auch noch. Aber es ist nicht das gleiche, es ist nicht der Ersatz für das, was Musik ausmacht; die Gesamtheit, das alles: das live spielen, das spüren, die Wucht von lauter Live Musik hören, ja mehr als hören, spüren; riechen und eins werden, das sich tragen lassen und blind verstehen und selbst bei Fehlern auf einer Welle der Euphorie schwimmen, weil man weiß, dass die da vor uns, die da uns zuhören, bei uns sind, mit uns hören und auch jetzt gerade einige glückliche Moment geniessen.

All das fehlt uns und wird wohl so schnell nicht wieder kommen. Denn klar, zuerst kommt die Gesundheit. Dann kommt lange nichts, dann kommt dafür zu sorgen, dass alle in die Arbeit können, einen Job wieder finden und dass sie versorgt sind und erst dann werden wir Künstler*, Aufwecker*, Fragensteller*, Anstachler* und Unterhalter*innen wieder zurück in die „Normalität“ geholt werden, welche immer das auch sein wird. Bis dahin, üben wir uns in Selbstdisziplin, um Balance und um die Spürnase für das richtige. Wir kommen laut und wild und zart und begeistert und begeisternd wieder zurück. Versprochen.

Eure g.u.l.i.s.

Zakk e. Rust, Anton Hüttmayr, Hannes Ressi, Wolfgang Gulis

Koha Living Room Session im Seddwell Center 2020

g.u.l.i.s. mit vielen Freund*innen im Seddwell Center

Wie schon letztes Jahr organisieren wir auch heuer wieder gemeinsam mit Art Base eine akustic-unplugged Living Room Session im Seddwell Center, mit vielen lieben Freund*innen gemeinsam.  Alles natur, unverstärkt und akustisch. Zart und intensiv, laut mit Emotionen und klar.
Zur Veranstaltung: Koha Living Rom Session.
Samstag, 14. März 2020 von 14:00 bis 21:45, im Seddwell Center, Dreihackengasse 32, 8020 Graz.

Vorläufiges Programm (Änderungen noch möglich):

15:00 Uhr: Virgin Queen

16:00 Uhr: Louis Romegoux

17:00 Uhr: Regina Maria

18:00 Uhr: 2Stones&the Wan

19:00 Uhr: g.u.l.i.s.

20:00 Uhr: Peter Pikl

21:00 Uhr: keine angst

g.u.l.i.s. sagt vergissmeinnicht!

g.u.l.i.s. unplugged am Freitag, den 14. Februar 2020 ab 20 Uhr im Cafe Vergissmeinnicht!

In unserer schnelllebigen Zeit geht das ganz schnell. Heute noch beste Freundinnen und morgen schon „Jahre nicht mehr gesehen“. Dann fragst du dich, ja warum eigentlich, haben wir uns nicht öfter gesehen, umarmt, sind verschwörerisch zusammengesessen und haben abgetanzt. Und dann ruft sie noch nach: Vergissmeinnicht! halb im Spass und winkte und sprang davon. Und du warst dir sicher, wir sehen uns bestimmt bald wieder.

Und dann, ja genau. Jahre später triffst du sie auf der Strasse und musst erst nachdenken, wohin du sie tust und brauchst Sekunden, bis dir ihr Name einfällt.

Und damit genau das nicht passiert, spielen wir, g.u.l.i.s. im Cafe vergissmeinnicht in der Grazer Griesgasse 26 für euch. Damit wir uns wiedersehen und uns weiter umarmen können und es nicht wieder Jahrtausende dauert…

Kunstallee 2019

Zum dritten Mal in Graz.

Am 29. November 2019 wird die Kunstallee 2019 eröffnet. Künstler*innen aus verschiedensten Sparten und Gattungen stellen ihre Kunstwerke aus.

Die Annenstrasse und die Griesgasse sind heuer die Hotspots der Grazer Kunstszene im Advent. Kurator Garfield Trummer und die Organisator*innen Debbie Adamas und Erlend Depine vom Verein Art Base haben insgesamt 46 Künstler*innen, die in 40 Geschäften/Organisationen/Leerständen/Lokalen/Auslagen in der Annenstrasse und der Griesgasse zueinander gebracht.  Die Kunstwerke und Ausstellungsstücke sind in den Auslagen bis zum 31. Dezember 2019 zu besichtigen und mitunter auch zu kaufen.

Eröffnet wird das ganze am 29. November ab 14 Uhr vor dem s’Auenbrugger am Südtirolerplatz, mit  musikalischen Umrahmungen von Peter Pikl und g.u.l.i.s. 3/4. Es folgen Rundgänge, um die Auslagen und Kunstwerke bewundern zu können.

Anschließend gibt es im Seddwell Center in der Dreihackengasse ein gemütliches come together, ebenfalls mit Musik. https://www.facebook.com/events/874539802909071/

21. September: St. Andrews Chill Stage beim Grieskram

g.u.l.i.s. als Trio mit Freund Laptop bei St. Andrew Chill Stage 2017.

So Schluß mit Lustig und rumhängen und ohne Socken im Garten sitzen. Sommerpause aus!

Der Herbst ist da und mit diesem kommt der Grieskram  – das Grätzelfest im Grazer Bezirk Gries. Der findet am Samstag, den 21. September statt, an vielen Orten, den ganzen Tag, also genau genommen, nicht am ganzen Tag, um 9 Uhr früh wird noch nicht viel los sein, falls ihr da wirklich schon unterwegs sein müsst, ein Kipferl und ein Kaffe kriegt ihr aber sicher, aber bald darauf geht los, richtig los.
Und dann gibt es wieder einen Bühne, die nennt sich St. Andrew Chill Stage (St. Andrä Park), die fängt um 13:15 Uhr mit Regina Maria an, die ihren Sporen schon als Strassenmusikerin verdient hat. Es folgt der Virtuose Tim Teissen um 14:00.
Und g.u.l.i.s. ist um 18:35 Uhr dran und wird mit allen zu Gebote stehenden Mitteln, Intensität und Dringlichkeit entstehen lassen, weil sonst hat ja alles andere keinen Sinn. Die Bretter, die die Welt bedeuten, werden außerdem von Louis Romegoux (14:45), Erwin R. (15:50),  Deasel Weasel (16:45), Eve&the Serpents (17:40), Love God Chaos (19:30), Keine Angst (20:25) und Feel (21:20) betreten und mit ihren jeweils liebevollen und enthusiastischen Zugängen zur Musik, das Publikum zu bezaubern wissen.
Hier gibt es das genaue Programm.

Das war das Acoustic Mini Festival im Seddwell Center

Ali Reza

Draussen brannte die Sonne unerbittlich runter. Es ist Hochsommer und  die Veranstalter bangten, ob überhaupt sich irgendwer ins Seddwell Center verirren würde; und dann auch noch die große Konkurrenz. Es ist ja immer viel los in Graz. Augartenfest und so. Aber die Angst war unbegründet, schon beim ersten Act – Ali Reza, ein junger Afghane, der sich an der Gitarre und der Loop Station erprobte, waren aufmerksame Zuhörer*innen da.

Regina Maria

Es folgte ein Grazer Strassenmusiktalent, Regina Maria, die auch schon eine kleine Fangemeinde besitzt und die Anwesenden mit ihrer starke Stimme verzauberte. Die Räume im Seddwell Center waren trotz der brütenden Hitz draussen, kühl. Auch mit Hilfe von Ventilatoren, die Bewegung hinein brachten.

2Stones&the Wan

Das Publikum änderte sich langsam, es war ein gemütliches Kommen und Gehen, kühle Getränke gab es an der Bar von Erlend und langsam füllte sich das Buffett mit tollen Esskreationen von Debbie. Das Trio 2Stones&the Wan (Gitarre, Cajon und Stimme) schwangen die Anwesenden in den zweiten Teil ein, der ein bisschen lebhafter geriet.
Erwin R. folgte mit seinen Mundartsongs. Mitgebracht hat er Lothar Lässer (Arkkodeon), der ihn bei zwei Songs begleitete.

Erwin R. & Lothar Lässer

Der letzte Act  im zweiten Teil  des Programms waren Virgin Queen. Fiona de Fontana und Sebastian Weiss gaben dem Ambiente eine eigene Note und schwangen die Anwesenden auf den Abend ein.

virgin queen

Den Auftakt zum Abendteil, der mitunter etwas lauter geriet, sofern man bei einem Akustik Festival von laut sprechen kann, machen g.u.l.i.s. Der Raum war noch immer vergleichsweise kühl, kühler als draussen, wenngleich bei mittlerweile gut gefülltem Haus, die Luft langsam stickig wurde.

g.u.l.i.s.

Die vier Buben aus Graz beenden mit dem Akustik Set ihre „Just Like A River Tour“, die sie seit Oktober in Metropolen wie Bruck, Feldbach oder Gallneukirchen gebracht haben. Mir großer Spielfreude und Witz zeigten sie, dass die Songs auch im Wohnzimmer hervorragend funktionieren, mit Rasseln, Kugerln, Glockenspiel und Akkordeon und einem ausgefeilten Zusammenspiel.
Eve folgte, normalerweise mit ihren Serpents unterwegs, mischte diesmal ihre beiden Bands durcheinander und spielte auch mit den Kollegen von Akida – ein dynamischer Auftritt, der zwei bis fünf Leute! Gut war´s.

Akida

Keine Angst ist zu recht als kleine böse Band bekannt und diesen Vorschusslorbeeren wurden sie auch diesmal wieder gerecht. Insbesondere Peter Kastner, der singende Frontman, drosch auf alles ein, was ihm in die Hände kam; Gitarren, Kuhglocken und Worte, sodass einem in kurzen Momenten doch dann ein wenig Angst und

Keine Angst

Bang um das Center und Peters Gesundheit wurde, für die Saiten der Gitarre war alles zu spät. Nein, nicht wirklich. Überdreht wie gewohnt.
Zum Abschluß legten My wicked wicked ways als Quartett ihre Songs aus, um sich ein vorbei kommendes Schiff zu kapern und davon zu eilen. Ein schöner Ausklang des Mini Festivals. Zurück zur samtenen unaufgeregten und aufmerksamen Ausgangsstimmung des Festivals.
Langsam wurde die Luft drückend und da draussen schon die Dämmerung einzog, war man versucht, sich an einen geheimen karibischen Strand zu versetzen und mit den Piraten den erfolgreichen Abend mit einem Drink zu feiern.

My wicked wicked ways

Nächste Jahr oder irgendwann eine Wiederholung? Ja vielleicht, sicher, wäre denkbar.

29. Juni 2019 – g.u.l.i.s. bei der Living Room Session

Unplugged und akustisch: g.u.l.i.s. Band im Seddwell Center

Das wir da dabei sein dürfen, ist eine besondere Freude. Die äußerst rührige Veranstaltungsplattform Art Base organisiert am Samstag, den 29. Juni 2019 ab 14 Uhr im Grazer Seddwell Center in der Dreihackengasse ein Acoustic Mini Festival.

Inspiriert durch die letztjährige Ausweichveranstaltung anläßlich des verregneten und kalten Grieskram 2018 – in der ja die St. Andrew Chill Stage vom St. Andrä Park kurzherand in das Seddwell Center übersiedelt ist, gibt es heuer ein äußerst abwechslungsreiches und interessantes Tagesprogramm von heimischen Bands und Singer-Songwriter*innen, die beim Living Room Festival auftreten werden. Von Regina Maria angefangen über den weit über Graz hinaus bekannten Erwin R. , Louis Romegoux, die Grazer Fun Punker Keine Angst, my wicked wicked ways und eben g.u.l.i.s. ist für buchstäblich alle was dabei.

Die gemütliche und heimelige Wohzimmeratmosphäre des Seddwell Center sowie die Köstlichkeiten, die es geben wird, werden den perfekten Nachmittag und Abend abrunden. Da schwören wir drauf.

Hier das Line Up:

14:00 *Special Warm up* mit Ali Reza
14:40 Regina Maria
15:35 #2stones&the wan
16:30 Erwin R.
17:25 Virgin Queen
18:20 G. U. L. I. S.
19:15 Eve & the Serpents // AKIDA
20:10 keine Angst!
21:00 My wicked wicked ways

18. Juni 2019 – g.u.l.i.s. als Duo im Cafe Kowalski

g.u.l.i.s. duo beim Lendwirbel 2014, foto by Stefie von Eisbachzoo

Das gab es schon länger nicht mehr. Aber die Geschichte lehrt einen, dass Dinge sich oft wiederholen. Manchmal kann man das der Dummheit der Menschheit zuschreiben, weil es schlecht ist, was sich wiederholt: Kriege, Diktaturen, Gewalt an Frauen, Koalitionen mit Rechtsextremen und vieles mehr.
Manchmal ist es aber auch schön und gut, wenn sich Dinge wiederholen: Theateraufführungen, Vorträge mit Aha Effekten, schöne Feste und eben auch Konzerte und spezielle Konzertsettings.
g.u.l.i.s. hat 2018 einen Longplayer herausgebracht „Just Like A River“ und ist seit geraumer Zeit als Quartett (mit dem Herrn Laptop sind wir sogar fünf) unterwegs. Doch für das Cafe Kowalski in Gallneukirchen haben wir uns was Neues-Altes ausgedacht. Warum nicht wieder mal zu zweit – so wie früher, als die Welt noch voller kleiner Dornen und Stacheln war?
Daher: Ganz anders, doch erkennbar, nicht weniger kraftvoll und wild, Doch auch subtil und intim. Laut im Leisen, pathetisch und übermütig, wippend und tanzend – soweit das halt noch geht. Nicht Ibiza, aber doch hört man das Meer rauschen.
g.u.l.i.s. duo am Dienstag, 18. Juni 2019 im Cafe Kowalski in Gallneukirchen.

Wakuum romantic string nigths, 2013, Foto by Stefie von Eisbachzoo